Kombinierte Warmluft-Fußbodenheizung

Das Prinzip einer reinen Warmluft-Fußbodenheizung ist bereits aus der Antike als Hypokaustenheizung bekannt. Erwärmte Luft wird durch Bodenkanäle geleitet und heizt somit den Fußboden. In Erweiterung dieser alten Grundidee wird bei einer kombinierten Warmluft-Fußbodenheizung die warme Luft über Auslasskanäle oder Fußbodengittern an definierten Stellen in den Innenraum der Kirche geführt. Die Abluft wird zentral abgesaugt.

Dieses Wärmeverteilungssystem bietet eine lange Lebensdauer, da im Fußboden keinerlei Rohrleitungen verlegt werden. Bei dem Konzept wird über Warmwasser ein Lufterhitzer beheizt, der üblicherweise im alten Heizraum der Kirche aufgestellt wird. Das Warmluftgerät besteht aus Wärmetauscher, Ventilator und Filteranlage. Die auf ca. 50°C erwärmte Luft wird über einen isolierten Luftkanal in den Kirchraum geführt und strömt dort durch kleine Luftkanäle im Fußboden. Durch eine gute Wärmeisolierung unter den Luftkanälen wird der Wärmeverlust an das Erdreich minimiert.

Je nach Erfordernis werden langstreckte Auslasskanäle oder Fußbodengittern angelegt, durch die die Luft in den Kirchraum ausströmt. Die Abluft wird zumeist zentral abgesaugt. Neben einer angenehmen Temperierung des Steinbodens und einer Grundbeheizung des Kirchenraumes ermöglicht die kombinierte Warmluft-Fußbodenheizung eine exakte Regelung der gewünschten Raumtemperatur. Wegen der erheblichen Eingriffe in die Bausubstanz und der damit verbundenen hohen Investitionskosten wird dieses Heizungssystem nur in Ausnahmefällen eingesetzt. Es bietet sich immer dann an, wenn der Fußboden im Rahmen einer Sanierung ohnehin neu gestaltet wird.